Das Netzwerk Konfliktvermittlung ist im Jahre 2004 nach den Erfahrungen aus drei Schlichtercamps und der Ausbildung von Schüler-konfliktschlichtern der Sekundarstufe I und II an Schulen Mecklenburg Vorpommerns entstanden und wird vom Verein "Balance of Power e.V." getragen. Der Verein hilft Kindern, Jugendlichen, jungen Volljährigen und Heranwachsenden Problemsituationen zu bewältigen, sich in ihre Familie wieder einzugliedern bzw. selbstbestimmt ihr Leben in ihrem sozialen Raum und in ihren Lebenswelten fortzusetzen.
Es entwickelte sich das Bedürfnis, voneinander zu wissen, effektiver und zeitnaher miteinander zu kommunizieren und gemeinsam zu handeln. Diese Idee wurde mit dem Geschäftsführer des Landesrats für Kriminalitäts-vorbeugung, Herrn Schlender und dem Fachbereichsleiter des Landesamts für Gesundheit und Soziales, Herrn Laukat, entwickelt. Diese beiden Institutionen waren gemeinsam mit dem Programm "Aktion Mensch" die wichtigsten Förderer des Netzwerks. Im Jahre 2006 wuchs im Zusammenhang mit Fachtagen die Idee - Konfliktfähigkeit weitaus früher herauszubilden und zu befördern als bei den Schülern der Sekundarstufen I und II.
So entstand das Projekt "Kleine ganz groß - Streiten will gelernt sein". Es war ebenfalls als Netzwerk konzipiert und wurde über das Programm "Jugend, Vielfalt, Toleranz" des Bundesfamilienministeriums und vom Landesamt für Gesundheit und Soziales sowie dem Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung gefördert. Das Netz wächst seit 2007 nun von den Kindergärten über die Grundschulen bis zur Sekundarstufe I/II.
Mit dem Projekt "Vernetzt! Konfliktkultur gelebt!" kommen Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendhilfe mit ins Boot. Die Vernetzung der regionaler Einrichtungen wie Schulen, Kitas und offene Angebote sind Schwerpunkte dieses Projektes und werden vom Landesamt für Jugend und Soziales gefördert.
Die Tradition der zentralen Schlichtercams wird mit Unterstützung des Landesrates für Kriminalitätsvorbeugung und des Landesamtes für Jugend und Soziales weitergeführt.